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Eine Landstraße führt durch grüne Felder unter blauem Himmel zu einem gelben Ortsschild. Beim Scrollen bewegt sich die Kamera vorwärts.

Häuser entstehen entlang der Straße. Die Kamera steigt auf und zeigt die Stadt und die Zahl 1,4 Millionen.

Nicht als eigene Bezirke dargestellt: Fachkräftemangel, Genehmigungsverfahren und Unsicherheiten rund um die Dekarbonisierung. Auch sie wirken auf Bauleistung und Produktivität, lassen sich aber keinem einzelnen Hebel dieser Karte zuordnen.

Die Kamera steigt über eine belebte Stadt mit Bäumen, Parks, Verkehr und Fußgängern. Zebrastreifen, Ampeln und drei Brücken prägen das Straßennetz. Eine Route verbindet fünf benannte Bezirke.

Die fünf Bezirke von Hättehausen

VORHER
    VERNETZT

      Informationen zwischen Baustelle und Büro bilden ein klares Netzwerk. Jeder Eintrag ist mit Verantwortlichen, einem Ort und dem aktuellen Plan verbunden.

      Ein Messstreifen wandert durch die Stadt. Gebäude erscheinen als blaue Drahtmodelle und vermessene Schnitte. Drei Ansichten vergleichen Wohnungszahlen, Änderungsaufwand und Befragungsergebnisse. Kein Gebäude und kein Bezirk steht für einen Anteil am nationalen Rückstand.

      01   Die Rechnung

      Wie kommt man von Produktivität auf 1,4 Millionen Wohnungen?

      Vier Schritte, alle mit veröffentlichten Daten. Das Ergebnis ist eine Größenordnung, keine Punktschätzung.

      01

      Produktivitätsentwicklung 1991 bis 2019

      Baugewerbe +0,3 % p. a.
      Gesamtwirtschaft +1,1 % p. a.

      Reale Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigenstunde, ausgewiesen vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.[1]

      02

      Aufgelaufener Abstand

      0,80 Prozentpunkte pro Jahr

      Die Differenz der beiden Raten, über die Jahre aufgezinst. Bis 2025 ergibt das einen kumulierten Abstand von 31,0 Prozent.

      03

      Tatsächliche Wohnungsfertigstellungen 1991 bis 2025

      11.123.756 Wohnungen

      Amtliche Bautätigkeitsstatistik, Jahr für Jahr.[14][4]

      04

      Wohnungsäquivalent

      1,4 Mio. = 1.404.463

      Fertigstellungen jedes Jahres multipliziert mit dem bis dahin aufgelaufenen Abstand, aufsummiert über 35 Jahre.

      Was die Rechnung kann

      • Sie macht einen langfristigen Abstand in einer Einheit greifbar, die im Wohnungsbau zählt.
      • Sie ist Jahr für Jahr nachrechenbar, mit offengelegten Eingangswerten.
      • Sie zeigt eine Größenordnung, die andere Untersuchungen zum Wohnungsmangel zufällig in ähnlicher Höhe nennen.[6]

      Was die Rechnung nicht kann

      • Sie sagt nicht, wie viele Wohnungen tatsächlich verhindert wurden.
      • Wertschöpfung je Arbeitsstunde ist nicht dasselbe wie Wohnungsproduktion.
      • Sie erklärt nicht, welcher Faktor welchen Anteil am Rückstand hat.
      • Für 2020 bis 2025 liegt keine BBSR-Auswertung vor; der Abstand ist fortgeschrieben.

      Auffällig ist die Größenordnung: Eine aktuelle Studie schätzt den Wohnungsmangel ebenfalls auf bis zu rund 1,4 Millionen Wohnungen. Beide Zahlen entstehen aus unterschiedlichen Berechnungen und dürfen nicht gleichgesetzt werden.[6]

      Methodik im Detail: Grundlage, Verfahren, Einwohnerzahl, Genauigkeit, was nicht gemeint ist
      1 · Grundlage

      Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung weist für 1991 bis 2019 eine durchschnittliche Produktivitätsentwicklung von rund 1,1 Prozent je Arbeitsstunde und Jahr für die Gesamtwirtschaft und rund 0,3 Prozent für das Baugewerbe aus.[1]

      2 · Verfahren

      Für jedes Jahr seit 1991 werden die tatsächlichen Wohnungsfertigstellungen des Statistischen Bundesamts mit dem bis dahin rechnerisch aufgelaufenen Produktivitätsabstand multipliziert. Die zugrunde liegende BBSR-Auswertung reicht bis 2019. Für 2020 bis 2025 wird der durchschnittliche Produktivitätsabstand von 1991 bis 2019 unverändert fortgeschrieben. Über den gesamten Zeitraum ergibt sich so eine Größenordnung von rund 1,4 Millionen Wohnungen.[1][4][14]

      3 · Einwohnerzahl

      Die Einwohnerzahl dient ausschließlich der Veranschaulichung. Dafür setzen wir das Verhältnis von Bevölkerung und Wohnungsbestand Ende 2025 an: rund 1,9 Einwohner je Wohnung, abgeleitet aus 83,5 Millionen Einwohnern[15] und 44,0 Millionen Wohnungen.[16] Das ist keine Schätzung der tatsächlichen Belegung einer hypothetischen Stadt. Deshalb zeigen wir den Wert bewusst nur gerundet als „rund 2,7 Mio.“.

      4 · Genauigkeit

      Hättehausen ist eine Größenordnung, keine Punktschätzung. Wertschöpfung je Arbeitsstunde ist nicht dasselbe wie Wohnungsproduktion. Andere Annahmen führen zu anderen Ergebnissen. Die letzten sechs Jahre der Modellrechnung beruhen damit auf einer Fortschreibung des zuvor beobachteten durchschnittlichen Produktivitätsabstands.

      5 · Nicht gemeint

      Keine Prognose. Keine historische Rekonstruktion. Keine Aussage darüber, ob diese Wohnungen tatsächlich nachgefragt, finanziert, genehmigt oder gebaut worden wären. Und keine Behauptung, dass ein einzelner Faktor den Produktivitätsrückstand erklärt.

      Berechnung nachvollziehen

      Alle Eingangswerte und Zwischenschritte. Der verwendete Produktivitätsabstand beträgt durchgängig 0,80 Prozentpunkte pro Jahr, die Differenz aus 1,1 Prozent Gesamtwirtschaft und 0,3 Prozent Baugewerbe.[1] Der kumulierte Abstand ist dieser Wert über die Jahre aufgezinst. Die Zeilen ab 2020 sind hinterlegt: Dort liegt keine BBSR-Auswertung mehr vor, der Abstand wird fortgeschrieben.

      JahrFertigstellungenAbstand p. a. in ppkumuliert in %WohnungsäquivalentGrundlage
      1991331.1780,800,000empirisch
      1992386.0520,800,803.079empirisch
      1993455.4510,801,607.294empirisch
      1994572.8830,802,4113.818empirisch
      1995602.7570,803,2319.462empirisch
      1996559.4880,804,0522.671empirisch
      1997578.1790,804,8828.227empirisch
      1998500.6900,805,7228.633empirisch
      1999472.6380,806,5631.014empirisch
      2000423.0440,807,4131.355empirisch
      2001326.1870,808,2726.971empirisch
      2002289.5900,809,1326.446empirisch
      2003268.1030,8010,0026.817empirisch
      2004278.0080,8010,8830.247empirisch
      2005242.3160,8011,7628.507empirisch
      2006249.4360,8012,6631.568empirisch
      2007210.7290,8013,5528.563empirisch
      2008175.9270,8014,4625.439empirisch
      2009158.9870,8015,3724.441empirisch
      2010159.8320,8016,2926.042empirisch
      2011183.1100,8017,2231.533empirisch
      2012200.4660,8018,1636.396empirisch
      2013214.8170,8019,1041.026empirisch
      2014245.3250,8020,0549.183empirisch
      2015247.7220,8021,0152.035empirisch
      2016277.6910,8021,9761.011empirisch
      2017284.8160,8022,9465.347empirisch
      2018287.3520,8023,9268.747empirisch
      2019293.0020,8024,9172.994empirisch
      2020306.3760,8025,9179.379Fortschreibung
      2021293.3930,8026,9178.961Fortschreibung
      2022295.2750,8027,9382.457Fortschreibung
      2023294.3990,8028,9585.216Fortschreibung
      2024251.9370,8029,9775.516Fortschreibung
      2025206.6000,8031,0164.069Fortschreibung
      Summe11.123.7561.404.463

      Fertigstellungen 1991 bis 2013 aus der Destatis-Veröffentlichung „Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, Lange Reihen“[14], 2014 bis 2024 aus den jährlichen Pressemitteilungen zu den Baufertigstellungen, 2025 aus der Mitteilung vom 22. Mai 2026[4]. Produktivitätsraten aus[1].

      03   Die Dokumentation

      Und das ist nur ein Teil des Bildes.

      Siebzehn Zahlen, vier Fragen. Jede Zahl nennt Quelle, Jahr und Evidenztyp. Schwerpunkt Deutschland; internationale Zahlen dienen der Einordnung.

      Frage 1 von 4Wie groß ist der Rückstand?

      InstitutsstudieBBSR · Bundesinstitut2023 +7 % stieg die Arbeitsproduktivität der Bauwirtschaft seit 1991. In der Gesamtwirtschaft waren es rund 40 Prozent, im produzierenden Gewerbe rund 73 Prozent und in der Informations- und Kommunikationswirtschaft fast 200 Prozent. [1]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Meier, Kapitalintensität und Arbeitsproduktivität im Baugewerbe, BBSR-Online-Publikation 45/2023
      Bezugszeitraum
      Basisjahr 1991, Untersuchungszeitraum bis 2019/2020
      Grundgesamtheit
      Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Baugewerbe und Gesamtwirtschaft Deutschland
      Evidenztyp
      Institutsstudie
      Originalquelle öffnen ↗
      InstitutsstudieBBSR · Bundesinstitut2023 0,3 % im Jahr legte die Arbeitsproduktivität des Baugewerbes zwischen 1991 und 2019 durchschnittlich pro Jahr zu. In der Gesamtwirtschaft waren es rund 1,1 Prozent. [1]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Meier, BBSR-Online-Publikation 45/2023
      Bezugszeitraum
      1991 bis 2019
      Grundgesamtheit
      Reale Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigenstunde, Deutschland
      Evidenztyp
      Institutsstudie
      Originalquelle öffnen ↗
      Internationaler VergleichMcKinsey Global Institute2017 1 % im Jahr wuchs die globale Bauproduktivität laut McKinsey über zwei Jahrzehnte durchschnittlich pro Jahr. Die Weltwirtschaft insgesamt wuchs schneller. [13]
      Quelle ansehen
      Quelle
      McKinsey Global Institute, Reinventing Construction
      Bezugszeitraum
      rund zwei Jahrzehnte bis 2017
      Grundgesamtheit
      Globale Sektordaten, Bau gegen Gesamtwirtschaft
      Evidenztyp
      Internationaler Vergleich
      Originalquelle öffnen ↗
      Amtliche StatistikStatistisches Bundesamt2026 206.600 Wohnungen wurden 2025 fertiggestellt, rund 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Der von BBSR prognostizierte Bedarf liegt bei rund 320.000 Wohnungen pro Jahr. [4], [6]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Destatis, Pressemitteilung Nr. 174 vom 22. Mai 2026; Bedarfsprognose BBSR, wiedergegeben in [6]
      Bezugszeitraum
      Berichtsjahr 2025
      Grundgesamtheit
      Bautätigkeitsstatistik, Vollerhebung Deutschland
      Evidenztyp
      Amtliche Statistik
      Originalquelle öffnen ↗

      Frage 2 von 4Wo sitzt der Rückstand?

      Der Rückstand ist innerhalb des Baugewerbes ungleich verteilt.

      InstitutsstudieBBSR · Bundesinstitut2023 Ausbau Laut BBSR entwickelte sich die Produktivität im Bauhauptgewerbe deutlich günstiger als im Ausbaugewerbe. Im Ausbau sank die Produktivität je Erwerbstätigem im untersuchten Zeitraum sogar. [1]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Meier, BBSR-Online-Publikation 45/2023
      Bezugszeitraum
      1991 bis 2019
      Grundgesamtheit
      Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe Deutschland
      Evidenztyp
      Institutsstudie
      Originalquelle öffnen ↗
      InstitutsstudieTU Braunschweig2022 10 % zusätzlicher Arbeitsaufwand durch Änderungen markiert in der untersuchten Datengrundlage eine kritische Größenordnung. Oberhalb davon nehmen Produktivitätsverluste deutlich zu. [3]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Behrens, Fricke, Kumlehn, Schwerdtner, Produktivität im Bauhauptgewerbe, IBB der TU Braunschweig
      Bezugszeitraum
      Veröffentlichung April 2022
      Grundgesamtheit
      Sekundäranalyse vorliegender Studien und Befragungen
      Evidenztyp
      Institutsstudie
      Originalquelle öffnen ↗
      InstitutsstudieTU Braunschweig2022 5 bis 11 % Änderungsumfang wurden in den untersuchten deutschen Bauprojekten beobachtet. Damit liegen viele Projekte in der Nähe der in der Studie beschriebenen kritischen Größenordnung. [3]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Behrens u. a., IBB der TU Braunschweig
      Bezugszeitraum
      Veröffentlichung April 2022
      Grundgesamtheit
      Öffentliche Hand rund 11 Prozent, privater Hoch- und Industriebau 5 bis 10 Prozent
      Evidenztyp
      Institutsstudie
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      InstitutsstudieTU Braunschweig2022 bis zu halbiert war die gemessene Produktivität einer untersuchten Maurerkolonne bei einem hohen Aufwand für Mängelbeseitigung. Dieser Befund stammt aus einem konkreten Untersuchungsfall und ist nicht pauschal auf alle Bauprojekte übertragbar. [3]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Behrens u. a., IBB der TU Braunschweig
      Bezugszeitraum
      Veröffentlichung April 2022
      Grundgesamtheit
      Einzelfall Maurerarbeiten im Hochbau
      Evidenztyp
      Institutsstudie
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      Frage 3 von 4Woran liegt es?

      Für einzelne Faktoren gibt es Hinweise und Rangfolgen, aber keine belastbare prozentuale Aufteilung des gesamten Produktivitätsrückstands.

      BefragungIW Köln · Zukunftspanel2024 60 bis 73 % der befragten Bauunternehmen bewerteten Regulierung, Bürokratie und Berichtspflichten als stark produktivitätshemmend. Unter den abgefragten Faktoren lagen sie deutlich vorne. [2]
      Quelle ansehen
      Quelle
      IW-Zukunftspanel, wiedergegeben im Gutachten für den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
      Bezugszeitraum
      Befragung Oktober bis Dezember 2024
      Grundgesamtheit
      Bauunternehmen in Deutschland, geschichtete Stichprobe
      Evidenztyp
      Befragung
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      Internationaler VergleichOECD, zit. im IW-Gutachten2021 24 statt 45 % der deutschen Bauunternehmen nutzten in der zugrunde liegenden internationalen Erhebung ERP-Software. In Belgien waren es 45 Prozent, in den Niederlanden 38 Prozent. [2]
      Quelle ansehen
      Quelle
      OECD-Daten, wiedergegeben im IW-Gutachten
      Bezugszeitraum
      Datenstand 2021
      Grundgesamtheit
      Bauunternehmen in europäischen Ländern
      Evidenztyp
      Internationaler Vergleich
      Originalquelle öffnen ↗
      BefragungRoland Berger2016 93 gegen 6 % 93 Prozent der befragten Unternehmen erwarteten 2016 deutliche Veränderungen durch Digitalisierung; weniger als 6 Prozent nutzten digitale Planungswerkzeuge damals vollständig. Die Zahl ist ein historischer Vergleich von Erwartung und Anwendung. [11]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Roland Berger, Digitalisierung der Bauwirtschaft, Think Act
      Bezugszeitraum
      Erhebung 2016
      Grundgesamtheit
      Top-Management der Bau- und Bauzulieferindustrie in Deutschland, Österreich, Schweiz
      Evidenztyp
      Befragung
      Originalquelle öffnen ↗
      Befragungsbasierte SchätzungBauInfoConsult2021 16,5 Mrd. € wurden die jährlichen Fehlerkosten der deutschen Baubranche in einer Branchenbefragung hochgerechnet. Grundlage war ein geschätzter Fehlerkostenanteil von 11,4 Prozent des Branchenumsatzes. Als wichtige Ursachen nannten Befragte unter anderem Planung, Bauleitung und Kommunikation. [8]
      Quelle ansehen
      Quelle
      BauInfoConsult, Fehlerkostenbilanz
      Bezugszeitraum
      Bilanzjahr 2021
      Grundgesamtheit
      Mehrere hundert Interviews mit Architekturbüros, Bauunternehmen und Handwerksbetrieben in Deutschland
      Evidenztyp
      Befragungsbasierte Schätzung
      Originalquelle öffnen ↗

      Frage 4 von 4Warum es jetzt zählt

      Mehr Bauaufgaben treffen auf begrenzte personelle Kapazitäten, während Digitalisierung und KI neue Arbeitsweisen ermöglichen.

      StudienschätzungPestel-InstitutJan 2026 bis zu 1,4 Mio. Wohnungen fehlen dem deutschen Wohnungsmarkt laut einer aktuellen Studie. Abhängig von den zugrunde gelegten Annahmen nennt die Studie auch einen konservativeren Mindestbedarf von rund 600.000 bis 800.000 Wohnungen. [6]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Pestel-Institut, wiedergegeben in der Studie zum 17. Wohnungsbautag
      Bezugszeitraum
      Januar 2026
      Grundgesamtheit
      Wohnungsmarkt Deutschland, abhängig von Annahmen zur Leerstandsaktivierung
      Evidenztyp
      Studienschätzung
      Originalquelle öffnen ↗
      Ableitung aus amtlicher StatistikStatistisches Bundesamt2026 453.500 genehmigte Wohnungen waren Ende 2025 noch nicht begonnen. Der gesamte Bauüberhang lag bei rund 760.700 Wohnungen. Die Zahl ist aus den amtlichen Daten zum Bauüberhang abgeleitet. [4]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Destatis, Pressemitteilung Nr. 174 vom 22. Mai 2026
      Bezugszeitraum
      Stand Ende 2025
      Grundgesamtheit
      Bauüberhang Deutschland, abgeleitet aus Gesamtzahl abzüglich der im Bau befindlichen Wohnungen
      Evidenztyp
      Amtliche Statistik
      Originalquelle öffnen ↗
      MedienberichtSondervermögen · Handelsblatt2026 500 Mrd. € umfasst das Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität. Damit steigt das potenzielle Investitionsvolumen für Infrastruktur erheblich. [7]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Handelsblatt-Bericht zum Sondervermögen
      Bezugszeitraum
      2026
      Grundgesamtheit
      Bundeshaushalt, Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität
      Evidenztyp
      Medienbericht
      Originalquelle öffnen ↗
      InstitutsstudieIW Köln und Destatis2025 jede 9. Stelle für Bauexperten mit akademischer Ausbildung kann nach IW-Berechnungen rechnerisch passend besetzt werden. Gleichzeitig ging die Beschäftigung im Baugewerbe 2025 zurück. [2], [5]
      Quelle ansehen
      Quelle
      IW Köln, Gutachten für den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie; Destatis zur Erwerbstätigkeit
      Bezugszeitraum
      2025
      Grundgesamtheit
      Bauexperten mit akademischer Ausbildung; Erwerbstätige im Baugewerbe Deutschland
      Evidenztyp
      Institutsstudie
      Originalquelle öffnen ↗
      BefragungBitkom2026 41 % der befragten deutschen Unternehmen setzen laut Bitkom KI aktiv ein. Die Zahl gilt branchenübergreifend und nicht speziell für die Bauwirtschaft. Ein Jahr zuvor waren es 17 Prozent. [12]
      Quelle ansehen
      Quelle
      Bitkom, Digitalisierung der Wirtschaft 2026
      Bezugszeitraum
      Erhebung 2026
      Grundgesamtheit
      604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland, branchenübergreifend
      Evidenztyp
      Befragung
      Originalquelle öffnen ↗

      Wir nennen Institute und Organisationen typografisch, verwenden aber keine fremden Logos. Jede Zahl ist in den Quellen direkt nachvollziehbar.

      04   Unser Bereich

      Was sich auf der Baustelle verändern lässt.

      Die meisten Ursachen sind regulatorisch, strukturell oder vertraglich. Ein einzelner Betrieb kann sie kaum kurzfristig verändern. Bei der täglichen Koordination zwischen Baustelle und Büro ist das anders: Informationswege, Dokumentation und Rückfragen lassen sich auf Betriebsebene verbessern.

      Genau an diesem Ausschnitt arbeitet Benetics AI.

      These 1

      KI wird auf der Baustelle dann relevant, wenn sie die Eingabehürde senkt.

      Digitale Baustellenwerkzeuge gibt es seit vielen Jahren. Unsere Beobachtung aus der Arbeit mit Betrieben: Ihre Nutzung scheitert im Alltag oft weniger an fehlenden Funktionen als an zusätzlichem Eingabeaufwand. Informationen müssen geöffnet, eingetippt, sortiert oder später nachgetragen werden.

      Sprachbasierte Systeme können genau diesen Schritt verändern. Eine Aufgabe, ein Mangel oder ein Bericht kann dort erfasst werden, wo die Information entsteht. Das kann Medienbrüche und die Notwendigkeit reduzieren, Beobachtungen später aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.

      Das ist die Produktthese von Benetics AI. Wie groß der gesamtwirtschaftliche Produktivitätseffekt solcher Systeme ist, wurde bislang nicht belastbar beziffert.

      These 2

      Ein Hebel liegt in der Koordination.

      „Denkbar ist auch, dass die absehbare stärkere Nutzung digitaler Formen der Zusammenarbeit […] durch alle Baubeteiligten, diese Koordination inklusive ihrer Produktivitätswirkungen mit sich bringen wird.“

      BBSR-Online-Publikation 45/2023, Fazit[1]

      Das BBSR sieht den Produktivitätsrückstand nicht primär als Folge fehlender Maschinen. Der Kapitaleinsatz je Arbeitsstunde stieg seit 1991 deutlich, ohne dass die Produktivität entsprechend folgte. Im Fazit verweist das Institut stattdessen unter anderem auf Potenziale digitaler Formen der Zusammenarbeit und besserer Koordination zwischen Baubeteiligten.[1]

      Im Baustellenalltag entstehen genau an diesen Schnittstellen kleine Informationsverluste: Eine Änderung erreicht nicht jede Kolonne gleichzeitig. Ein Mangel liegt in einem Nachrichtenverlauf. Ein Aufmaß wird erst später übertragen. Jeder einzelne Vorgang ist klein. In Summe können daraus Rückfragen, Änderungen und Nacharbeit entstehen.

      Die Schwelle

      10 %

      zusätzlicher Arbeitsaufwand durch Änderungen markiert in der untersuchten Datengrundlage eine kritische Größenordnung.[3]

      Die Praxis

      5 bis 11 %

      Änderungsumfang wurden in den untersuchten deutschen Bauprojekten beobachtet.[3]

      Die Schätzung

      16,5 Mrd. €

      hochgerechnete Fehlerkosten laut Branchenbefragung.[8]

      These 3

      Digitalisierung muss die ausführenden Gewerke stärker mitdenken.

      Im deutschen Baugewerbe arbeiten rund 2,6 Millionen Menschen. Ein großer Teil davon arbeitet in ausführenden Gewerken wie Elektrik, Sanitär, Heizung, Trockenbau, Schreinerei oder Malerarbeiten.[5]

      Gerade im Ausbau treffen auf vielen Baustellen mehrere Gewerke, Pläne, Änderungen, Fotos, Aufgaben und Rückfragen aufeinander. Gleichzeitig zeigt die BBSR-Untersuchung deutliche Unterschiede in der Produktivitätsentwicklung zwischen Bauhaupt- und Ausbaugewerbe.[1]

      Benetics AI entwickelt deshalb Software nicht nur für Planungs- und Verwaltungsprozesse, sondern für die Menschen, die Informationen direkt auf der Baustelle erfassen und weitergeben müssen.

      Praxisbeispiel

      Früher über eine Stunde. Heute wenige Minuten.

      Ein Bauleiter berichtet, dass sein Baujournal früher häufig erst abends am Büro-PC entstand und dafür teilweise mehr als eine Stunde benötigte. Heute erstellt er es nach eigener Aussage in wenigen Minuten per Sprache direkt auf der Baustelle, „wo alles noch aktuell im Kopf ist“. Einzelfall, keine gemessene Studie und nicht auf andere Betriebe übertragbar.

      Remo Schweizer, Bauleiter, Rhyner Baumanagement AG

      Porträt von Ferdinand Metzler, Gründer und CEO von Benetics AI
      Ferdinand Metzler
      Die Baubranche ist stark von oben nach unten organisiert: Prozesse, Werkzeuge, Entscheidungen. Wir bauen bewusst andersherum. Die Menschen, die auf der Baustelle den größten Wert schaffen, bekommen oft die geringste digitale Unterstützung. Wenn ihre Arbeit einfacher wird, profitieren auch die Prozesse darüber.

      Ferdinand Metzler · Gründer und CEO · Benetics AI

      06   Grenzen

      Was diese Seite nicht behauptet

      01

      Dass sich der Produktivitätsrückstand mit Software allein schließen lässt.

      02

      Dass sich der Anteil einzelner Ursachen am Rückstand belastbar beziffern lässt.

      03

      Dass Hättehausen zeigt, wie viele Wohnungen tatsächlich verhindert wurden.

      04

      Dass Benetics AI den gesamtwirtschaftlichen Effekt seines eigenen Produktbereichs beziffern kann.

      Warum diese Seite?

      Produktivität im Bauwesen ist eine komplexe Sache. Benetics AI arbeitet an einem kleinen Ausschnitt davon: dem Informationsfluss zwischen Baustelle und Büro. Viele andere Faktoren sind mindestens ebenso wichtig, etwa Regulierung, Vergabestrukturen, Planung, Änderungen, Fachkräfte und weitere Rahmenbedingungen.

      Deshalb führt diese Seite veröffentlichte Zahlen aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Nicht als Erklärung des Rückstands, sondern als Einladung, genauer hinzusehen: Was wissen wir? Was vermuten wir? Was wurde bislang erstaunlich wenig gemessen?

      Diese Seite ist keine eigene wissenschaftliche Studie. Wo eine Zahl geschätzt, modelliert oder aus einer Befragung abgeleitet ist, machen wir das sichtbar. Widerspruch und Hinweise auf fehlende Zahlen nehmen wir entgegen: presse@benetics.ai

      Anhang A   Quellen

      Sechzehn Quellen, alle öffentlich

      Jede Zahl auf dieser Seite verweist mit ihrer Nummer hierher. Nach einem Klick aus dem Text führt „zurück zur Zahl“ an die Stelle zurück, an der die Quelle zitiert wurde.

      1. [1] Meier, Carsten-Patrick: Kapitalintensität und Arbeitsproduktivität im Baugewerbe. BBSR-Online-Publikation 45/2023, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Tragende Quelle dieser Seite. Institutsstudie, Bundesbehörde PDF ↗
      2. [2] Grömling, Voigtländer, Wetzstein: Internationale Produktivitätsunterschiede in der Bauwirtschaft. Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Mai 2025. Gutachten und Unternehmensbefragung PDF ↗
      3. [3] Behrens, Fricke, Kumlehn, Schwerdtner: Produktivität im Bauhauptgewerbe. Potenziale für die Praxis. Institut für Bauwirtschaft und Baubetrieb, TU Braunschweig, April 2022. Open Access, DOI 10.24355/dbbs.084-202303281045-0. Universitäre Sekundäranalyse, Open Access PDF ↗
      4. [4] 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 174 vom 22. Mai 2026. Enthält Fertigstellungen und Bauüberhang. Amtliche Statistik Pressemitteilung ↗
      5. [5] Erwerbstätigenzahl im Jahr 2025 fast unverändert. Statistisches Bundesamt, Januar 2026. Amtliche Statistik Pressemitteilung ↗
      6. [6] Walberg, Gniechwitz, Wientzek u. a.: Wohnungsbau in Deutschland 2026. Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen und RegioKontext für das Verbändebündnis Wohnungsbau, Kiel, März 2026. Verbandsstudie mit Bedarfsschätzung PDF ↗
      7. [7] Sondervermögen: Zehn Prozent der Milliarden für Infrastruktur aufgebraucht. Handelsblatt, 2026. Medienbericht Artikel ↗
      8. [8] BauInfoConsult: Fehlerkostenbilanz. Jährliche Erhebung zu den Fehlerkosten der deutschen Baubranche, Grundlage sind mehrere hundert Interviews mit Architekturbüros, Bauunternehmen und Handwerksbetrieben. Befragungsbasierte Hochrechnung Meldung ↗
      9. [9] Ziegler, Wolfgang: Informationsdefizit. Die Arbeitsproduktivität auf Baustellen. Onlinebefragung 2016, 150 Teilnehmer, überwiegend Landschaftsbau, Medianwerte. Onlinebefragung Artikel ↗
      10. [10] Horman, Michael J.; Kenley, Russell: Quantifying Levels of Wasted Time in Construction with Meta-Analysis. Journal of Construction Engineering and Management 131(1), 2005, Seiten 52 bis 61. Peer reviewed. Peer-reviewte Meta-Analyse DOI ↗
      11. [11] Roland Berger: Digitalisierung der Bauwirtschaft. Think Act, Juni 2016. Hier ausschließlich für den historischen Vergleich von Einsicht und Anwendung im Jahr 2016. Managementbefragung PDF ↗
      12. [12] Bitkom: Digitalisierung der Wirtschaft 2026. Repräsentative Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Repräsentative Unternehmensbefragung Presseinformation ↗
      13. [13] McKinsey Global Institute: Reinventing Construction. A Route to Higher Productivity. Februar 2017. Internationaler Vergleich, Beratungshaus Bericht ↗
      14. [14] Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, Lange Reihen z. T. ab 1949. Statistisches Bundesamt, Fachserie zur Bautätigkeit. Grundlage der Fertigstellungsreihe 1991 bis 2013. Amtliche Statistik, Zeitreihe PDF ↗
      15. [15] Bevölkerung Deutschlands sinkt im Jahr 2025 um 0,1 Prozent. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 203 vom 17. Juni 2026. 83,5 Millionen Einwohner Ende 2025. Amtliche Statistik Pressemitteilung ↗
      16. [16] 44,0 Millionen Wohnungen in Deutschland zum Jahresende 2025. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 250 vom Juli 2026. Amtliche Statistik Pressemitteilung ↗
      Anhang B   Für Redaktionen

      Pressebereich

      Wir bitten nicht um eine Meldung über Benetics AI. Wir stellen eine Rechnung zur Verfügung, die Sie nachrechnen, bestreiten oder weiterverwenden können.

      01

      Kurzprofil zum Zitieren

      Benetics AI wurde 2022 in Zürich gegründet und entwickelt eine mobile Anwendung für die Kommunikation zwischen Baustelle und Büro. Aufgaben, Pläne, Fotos und Berichte werden an einer Stelle geführt und lassen sich per Sprache erfassen, auch in wechselnden Sprachen und Dialekten. Über 500 Betriebe nutzen die Anwendung, der Schwerpunkt liegt bei ausführenden Gewerken wie Elektro, Sanitär, Heizung, Trockenbau und Holzbau. Benetics AI ist Mitglied im Bundesverband Digitales Bauwesen e. V. (BDBau).

      02

      Grafiken und Bildmaterial

      Grafiken frei für redaktionelle Beiträge, mit Quellenangabe. Empfohlene Nennung: „Benetics AI, Hättehausen, 2026“. Datenstand August 2026. Ortstafel, Stadtkarte und die vier Datenmomente in Druckauflösung auf Anfrage: Grafiken anfragen

      03

      Methodik

      Verfahren, Annahmen, Grenzen und die vollständige Jahrestabelle stehen offen auf dieser Seite: Methodik im Detail. Hättehausen ist eine Modellrechnung auf Basis veröffentlichter Produktivitäts- und Fertigstellungsdaten. Die rund 1,4 Millionen Wohnungen sind kein geschätzter tatsächlicher Wohnungsverlust.

      04

      Gesprächspartner

      Ferdinand Metzler zu Digitalisierung, KI und ausführenden Gewerken. Zur Rechenweise geben wir direkt Auskunft. Für die volkswirtschaftliche Ebene verweisen wir auf die Autoren der Fachstudien.

      05

      Gespräche mit Betrieben

      Auf Wunsch vermitteln wir Gespräche mit Betrieben, auch unabhängig von unserer Anwendung.

      06

      Kontakt

      Tobias Händler, CMO
      presse@benetics.ai
      Benetics AI, Zürich

      Über den Herausgeber

      Benetics AI entwickelt Software für die Kommunikation zwischen Baustelle und Büro. Über 500 Betriebe nutzen die Anwendung für Aufgaben, Pläne, Fotos und Berichte. Der Schwerpunkt liegt auf ausführenden Gewerken.

      Gegründet
      2022
      Sitz
      Zürich
      Betriebe
      über 500
      Schwerpunkt
      Ausführende Gewerke
      Verband
      BDBau

      Einordnung dieser Seite

      Hättehausen ist keine eigene wissenschaftliche Erhebung. Die Seite führt öffentlich zugängliche Quellen zusammen und enthält eine eigene, ausdrücklich gekennzeichnete Modellrechnung.

      05   Die Forschungslücke

      Die vielleicht wichtigste Zahl kennen wir noch nicht.

      Wie viel Baustellenzeit geht tatsächlich für Dokumentation, Klärung, Warten und Nacharbeit drauf?

      Uns ist für Deutschland bislang keine belastbare aktuelle Untersuchung bekannt, die Baustellenarbeitszeit systematisch nach produktiver Arbeit, Dokumentation, Klärung, Warten und Nacharbeit aufteilt.

      Vorhandene Untersuchungen kommen bei unterschiedlichen Definitionen und Methoden zu stark abweichenden Ergebnissen — Größenordnungen von rund 27 bis knapp 50 Prozent.[9][10] Diese Werte sind nicht direkt miteinander vergleichbar und ergeben keinen belastbaren gemeinsamen Wert. Gerade ihre Spannweite zeigt, wie groß die Forschungslücke ist. Deshalb steht hier kein Diagramm.

      Benetics AI möchte unabhängige Forschung dazu unterstützen und prüft, welche aggregierten oder anonymisierten Daten dafür datenschutzkonform zur Verfügung gestellt werden können. Methodik, Auswertung und Veröffentlichung sollen bei der Forschungseinrichtung liegen.

      Hättehausen

      Sie verlassen Hättehausen. Die Stadt bleibt eine Rechnung, und die Zahlen dahinter bleiben nachprüfbar. Was sich in der Bauproduktivität ändert, entscheidet sich nicht hier, sondern in Vorschriften, Verfahren, Planung und auf den Baustellen.

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